Unsere Reise durch Vietnam und Kambodscha
Warum eine Gruppenreise manchmal genau das Richtige ist.
Nach vielen Reisen durch Europa war uns klar: Jetzt darf’s mal ein bisschen mehr sein. Mehr Hitze, mehr Gewusel, mehr Streetfood. Und weniger Planungsaufwand. Also: raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer.
Vietnam und Kambodscha – 15 Tage, 2 Länder, 12 Mitreisende, 0 Vorbereitung.
Abflug mit Lounge & Langstrecke
Weil wir es gemütlich mögen, sind wir bereits einen Tag vor dem Abflug mit dem ICE nach Frankfurt gereist und haben uns im Hilton Garden Inn direkt am Flughafen einquartiert. Sehr empfehlenswert – keine Kofferstresspanik, kein frühes Aufstehen. Und als kleine Belohnung: ein Besuch in der Primeclass Lounge im Terminal 2, dank unserer AMEX Platinum. Einmal noch Kraft tanken – und Croissants.
Der Flug mit Vietnam Airlines war… solide. Kein Highlight, kein Drama. Dank Glück in der Sitzplatzverteilung saßen wir in einer Dreierreihe zu zweit – das brachte Beinfreiheit und Beziehungsfrieden. Beim Bord-Entertainment vertrauten wir wie immer auf unsere eigenen Handy-Downloads. Wer braucht schon Blockbuster, wenn man eine ganze Staffel Lieblingsserie in der Tasche hat?
Vietnam – Kulturschock mit Plastikhockern
Hanoi empfing uns mit einem Doppelschlag aus Jetlag und Verkehrsgewusel. Unser erstes Ziel: das Mausoleum von Ho Chi Minh. Keine Zeit zum Ankommen – wir wurden gleich zügig durch das streng bewachte Heiligtum geschleust. Und trotzdem: Der Anblick des einbalsamierten Ho Chi Minh war irgendwie surreal und bewegend zugleich – unser erster „Wow-Moment“.
Vietnam hat uns schnell in seinen Bann gezogen. Besonders abends, wenn wir – trotz durchgeplantem Tagesprogramm – Zeit hatten, auf eigene Faust loszuziehen, wurde die Reise besonders:
🪑 Straßenküchen mit wackeligen Plastikhockern, dampfende Suppen, gegrillte Spieße, duftendes Bánh mì, herzhafte Bún chả. Jeder Abend war eine kleine Mission: Finden wir DAS Essen des Tages? Meist: ja.
Hoi An war wie ein Fiebertraum aus Lampions, Lichtern und Menschen – wunderschön, aber definitiv kein Geheimtipp mehr. Das Mekong-Delta bot dafür den Kontrast: Bootsfahrt durch grüne Kanäle, das Gefühl, mal wirklich „raus“ zu sein.
Und die Essstäbchen? Wir starteten zögerlich, endeten souverän – und aßen am Schluss sogar Gerichte mit Stäbchen, bei denen die Einheimischen lieber den Löffel nehmen. Was uns noch fehlt: Diese vietnamesische Königsdisziplin, bei der man mit der einen Hand die Stäbchen führt und mit der anderen gleichzeitig den Löffel jongliert. Da bleibt noch Luft nach oben.
Was uns überrascht hat: die freundlichen Menschen, die unzähligen Mopeds und das entspannte Chaos, das irgendwann gar nicht mehr chaotisch wirkte, sondern wie ein durchchoreografierter Stadtballett-Prozess.
🇰🇭 Kambodscha – kurz, aber eindrucksvoll
Kambodscha war zwar der kleinere Teil der Reise, aber Angkor Wat war riesengroß – im besten Sinne.
Die Tempelanlagen waren beeindruckend, besonders früh am Morgen im Dunst. Auch wenn wir natürlich nicht die einzigen waren, die auf diese Idee kamen, war es einer dieser Orte, der selbst inmitten von Touristen seine Magie entfaltet.
Siem Reap hingegen… war okay. Nett, aber ohne bleibenden Eindruck. Vielleicht waren wir aber auch einfach schon ein bisschen gesättigt – an Eindrücken, an Curry, an Tempeln.
Die Gruppe – bunt, aber gut
Zwölf Leute, zwölf Reisegeschichten – und natürlich die ein oder andere „interessante“ Persönlichkeit. Aber unterm Strich: Es hat gepasst. Besonders unser Guide war ein Glücksgriff. Der kannte nicht nur alle Öffnungszeiten und Tempelnamen rückwärts, sondern offenbar auch geheime Schleichwege, Abkürzungen und Snackstände. Wir haben ihn manchmal fast ein bisschen bewundert.
Fazit – Gruppenreise kann was!
Wir hatten wenig Erwartungen und keine Ahnung, wie „Gruppenreise“ für uns funktionieren würde – und waren am Ende begeistert.
Organisation: top.
Freiheit: mehr als gedacht.
Erlebnisse: intensiv.
Was bleibt, sind nicht nur die Fotos, sondern vor allem das Gefühl, mit offenen Augen durch zwei Länder gestolpert zu sein, von denen wir vorher kaum etwas wussten – und die uns nachhaltig beeindruckt haben.
Würden wir wieder mit einer Gruppe reisen? Ja, wenn sie so gut gemacht ist wie diese.
Und Stäbchen? Die nehmen wir mit nach Hause – inklusive Löffel in der anderen Hand.



















