Auf einen Blick

Netzwerk
Generation Riesling, gegründet 2006
Idee
Junge Weinwirtschaft, vielfältige Handschriften
Orte
Mainz · KUZ Kulturzentrum / Berlin · Spreespeicher

Wer „Generation Riesling“ hört, erwartet vielleicht zuerst eine Riesling-Runde. Das Glas erzählt schnell mehr: Gutedel, Silvaner, Scheurebe, Chardonnay, Tempranillo – und sogar eine alkoholfreie Entdeckung. Der Name steht für die Vielfalt des deutschen Weins, nicht für eine einzige Rebsorte.

Das Netzwerk wurde 2006 vom Deutschen Weininstitut gegründet und bringt junge Winzerinnen und Winzer sowie weitere Persönlichkeiten der deutschen Weinwirtschaft bis 35 Jahre zusammen. Handwerk, Verantwortung, Experimentierfreude und kollegiales Miteinander gehören zu den Werten, die Generation Riesling selbst hervorhebt. Manche Mitglieder haben übrigens gar keinen Riesling im Sortiment. Der Name ist also eher Einladung als Sorten-Diktat.

Mainz: 16 Winzer, 16 Weine, eine persönliche Frage

Am 8. Juni 2026 feierte Generation Riesling ihr 20-jähriges Bestehen im KUZ Kulturzentrum Mainz. In unserem Mainz-Carousel stand eine Frage im Mittelpunkt: Welcher Wein repräsentiert das eigene Weingut am besten? Oft war es gerade nicht der teuerste, bekannteste oder meist ausgezeichnete Wein. Gewählt wurde die Flasche, die die Geschichte des Betriebs erzählt – von Herkunft und Boden bis zur eigenen Philosophie.

So führte die kleine Weinreise von Baden bis zur Mosel und von Franken bis nach Württemberg. Silvaner, Scheurebe, Riesling, Chardonnay und Sekt standen nebeneinander. 16 Winzerinnen und Winzer, 16 Weine – und 16 gute Gründe, beim nächsten Glas erst einmal nach der Geschichte zu fragen.

Berlin: erst die Lage, dann das Glas

Am 21. September 2026 traf sich Generation Riesling im Spreespeicher Berlin. Den Auftakt machte die Masterclass „Lage gut, alles gut?“ mit Sommelier Raphael Reichardt, die auch in unserem Berlin-Reel zu sehen ist. Beim anschließenden Walk-around-Tasting präsentierten 25 Winzerinnen und Winzer insgesamt 150 Weine.

Unser Berlin-Carousel stellt unter anderem diese Betriebe vor: das Bamberger Wein- und Sektgut, Weingut Kanzlerhof, Weingut Stich „Im Löwen“, Weingut Robert König, Weingut Hemmes, ZWAJ Weine, Wein- und Obsthof Rüdlin, Weingut Ökonomierat Lind, Weingut Bretz sowie Lena & Sebastian vom Weingut Baum.

Auch die Weinbeispiele machen deutlich, wie weit der Name reicht. Dazu kommt die alkoholfreie Entdeckung „Grape UP Forest“. Ein persönlicher Aha-Moment aus dem Reel: Tempranillo aus Mölsheim. Nicht, weil eine Rebsorte die andere aussticht, sondern weil Herkunft und Handschrift manchmal genau dort neugierig machen, wo man sie nicht erwartet.

Eine Generation, viele Handschriften

In Mainz ging es um die Flasche, die einen Betrieb am besten erzählt. In Berlin rückte die Herkunft in den Mittelpunkt – und dazwischen lagen viele Gespräche, unterschiedliche Stile und Menschen, die ihre Weine selbst vorstellen. Genau darin zeigt sich die Idee von Generation Riesling: Tradition und neue Wege müssen sich nicht gegenseitig aus dem Glas schieben.

Der Riesling ist eine starke Türöffner-Rebsorte. Dahinter wartet aber ein ganzer Weinkeller deutscher Vielfalt. Und der darf ruhig auch einmal Tempranillo aus Mölsheim enthalten.

Mehr über das Netzwerk: Generation Riesling – Über uns ↗ · generationriesling.de ↗